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Lebensdauer Kletterausrüstung Seil, Karabiner, Bandschlingen & co
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quote:
Was hält wie lange – ein Überblick

Seile: Die Hersteller geben für die Lebensdauer eine Garantie von maximal zehn Jahren, wenn das Seil nie benutzt wurde. Ansonsten ist die Herstellergarantie gestaffelt nach Gebrauchsintensität: Bis zu sieben Jahre bei ein- bis zweimal Nutzung pro Jahr, bis zu fünf Jahre bei einmal monatlicher Nutzung, bis zu drei Jahre bei mehreren Einsätzen pro Monat, bis zu einem Jahr bei wöchentlicher Nutzung und weniger als ein Jahr bei täglicher Nutzung. Ältere Seile können, sofern die angegebene Normsturzzahl nicht überschritten ist, beim Hallenklettern noch „aufgebraucht“ werden, da dort keine Stürze über scharfe Felskanten zu erwarten sind.

Gurte, Schlingen und Klettersteigsets: Für alle textilen Materialien geben die Hersteller eine Lebensdauer von maximal zehn Jahren an, selbst wenn das Produkt nie im Einsatz war. Auch hier kommt es auf die Einsatzhäufigkeit an: Bei mechanischen Beschädigungen und Verschleißspuren (Risse, Ausfaserungen) sollte Material aussortiert werden. Bei Klettersteigsets gab es in den vergangenen Jahren zwei große Rückrufaktionen wegen Sicherheitsproblemen. Der Deutsche Alpenverein hat die betroffenen Produkte hier aufgelistet: www.alpenverein.de/Bergsport/ Sicherheit/Rueckruf-Klettersteigsets/
Karabiner, Sicherungsgeräte und Klemmkeile/-geräte: Solange keine funktionsbeeinträchtigenden Schäden erkennbar sind und insbesondere die Schnapper der Karabiner sauber schließen, können Metallgegenstände verwendet werden. Aber Vorsicht: Ein scharfkantig abgeschliffener Karabiner schadet dem Seil! Gleiches gilt für viele Schrammen (höhere Reibung). Bei Karabinern, die für Slacklines eingesetzt wurden, ist aufgrund der Dauerschwelllast die Festigkeit beeinträchtigt – man sollte sie zum Klettern nicht mehr verwenden.
Helme: Kunststoffe altern, weshalb die Helme an Energieaufnahmevermögen verlieren – spätestens nach zehn Jahren sollten sie aussortiert und ansonsten immer wieder auf Risse oder Beschädigungen an der Schale und im Dämpfungsmaterial überprüft werden.




Quelle:


Bezugnehmend auf o.g. Quelle, möchte ich einige Anmerkungen aus eigener Erfahrung dazu schreiben.

Vorneweg, ob ein Ausrüstungsgegenstand beim Klettern noch verwendet werden kann, oder ausgesondert werden muss. Kann nur im Einzelfall entschieden werden und ich hafte für gar nichts !

Jedoch sehe ich (und erlebe es im näheren Kletterbekanntenumfeld), dass ständig neues Material gekauft wird, und zwar oft deutlich vor der Notwendigkeit.

Seile (Polyamid)

Warum kaufen sich so viele ständig neue Seile und co ?
Es hängt ja das Leben daran, stimmt. Aber insbesondere für die 0815 klettereien in der Halle, reicht auch ein gut benutztes Seil.
Stürze mit höheren Sturzfaktoren gibt es in der Halle schlicht nicht, scharfe Felskannten auch nicht.
Problem an der Sache ist, der durschnittliche Kletterer hat, (sorry) oft leider erschreckend wenig Materialkenntnisse und im Zweifel kauft man eben neu.

Dazu kommt noch eine verwirrende Nutzungsdauerangabe der Hersteller.
Zwar Staffeln diese die Nutzungszeit eines Seiles nach Benutzungshäufigkeit, jedoch klettert nicht jeder gleich intensiv, daher kann ein Seil auch bei sehr regelmässiger Nutzung, durchaus auch länger als ein Jahr benutzt werden.

Woran erkennt man ein "verbrauchtes" Seil ?
Recht eindeutige Zeichen für das Ende des Seils, ist natürlich, wenn der Kern zu sehen ist. Das schafft man auch wenn es dumm läuft innerhalb weniger Nutzungstage (mir selbst passiert, Halle, neues Seil, Mantelriss, vermutlich beim Sturz auf das Seil getreten).
Bleiben solche Malträtierungen aus, pelzt der Seilmantel so langsam auf, das Seil wird dicker. Das ist noch kein Sicherheitsproblem. Fühlt man einen Flatspot im Seil, sieht das schon anders aus.
Wenn man das Seil biegt, spürt man einen gewissen Wiederstand, dies sollte an jeder Stelle des Seils praktisch identisch sein. Findet man eine Stelle, an der man das Seil nahezu ohne Wiederstand biegen kann, sollte man das Seil an der Stelle abschneiden, dann liegt ein Schaden am tragenden Kern vor.
Auch wenn man andere abweichende Stellen am Seil findet, sollte man aufpassen und das Seil ggf. wirklich aussondern, bzw. kürzen.

Aber bis ein Seil solchen Verschleiss ( siehe Bildbeispiel) auch wirklich zeigt, kann es in der Regel in der Halle lange Zeit verwendet werden.

Kletterseile sind auch nur aus Kunststoff, die Lebensdauer nicht sinnlos zu Unterschreiten hat auch etwas mit Ökologie und Naturschutz zu tun.

Schlingen

Bei Schlingenmaterial sollte man zudem auf das Material achten.
Polyamid verhält sich ähnlich den o.g. Seilen, da es sich auch um das selbe Material handelt.

Die dünneren Schlingen sind meist aus Dyneema, welches leider schneller altert, auch wenn es unbenutzt im Schrank liegt.
Sicherheitsstudien haben dies gezeigt, und von daher muss man zusätzlich zum sichtbaren Verschleiss auch immer das Alter in Jahren berücksichtigen.
Als Maximum wird bei Dyneema 5 Jahre angegeben, man sollte sich das also schon überlegen ob man mehr Geld ausgeben will für etwas was weniger Lebensdauer hat.

Zur Alterung von Polyamid gibt es neue Daten von Walter Siebert (klickmichichbineinlink)

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Aber auch nagelneue Seile, kann man zum Versagen bekommen.

Hier in dem Sturz, scheuert das Seil unter Spannung über eine Kannte und wird praktisch durchgeschnitten.

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